Testen der Privacy Sandbox von Google
Relativ kürzlich informierte Google seine Nutzer darüber, dass ein Versuch einer neuen Methode zur Implementierung gezielter Werbung, genannt Privacy Sandbox, im Chrome-Browser beginnt. Laut Vinay Goel, der das Produkt verwaltet, können Tests bereits in Chrome Canary mit Tools wie Attribution Reporting, Topics API und FLEDGE durchgeführt werden. Sobald erfolgreiche Testergebnisse vorliegen, werden diese in der Hauptversion des Browsers für alle zugänglich gemacht.
Fachleuten wurde die Aufgabe gestellt, zu bestimmen, wie relevant die Werbung ist. Zu diesem Zweck wird eine neue API verwendet. Mit ihr ist es möglich, die Anzahl der Klicks auf Werbelinks ohne Verfolgung der Online-Aktivitäten der Nutzer zu bestimmen. Sie eignet sich auch für Remarketing. Google verspricht, in kürzester Zeit neue Parameter bereitzustellen, die ein Tracking ermöglichen.
In der Kategorie, in der persönliche Daten in Browser-Anzeigen angegeben sind, kann ein leeres Feld mit den normalerweise berücksichtigten Interessen gelassen werden. Auch Websites, die indirekt die Erstellung von Interessenlisten beeinflussen, können entfernt werden. Nutzer dürfen auch Anzeigen bewerten und eigenständig eine Methode zur Spam-Eliminierung auswählen, wodurch die Identifizierung von Bots erleichtert wird.
Im letzten Herbst gab es Informationen, dass die Privacy Sandbox (für gezielte Werbung und andere Optionen) Anfang 2022 und nicht Ende 2021 getestet werden würde. Auch die Dauer der Diskussionsperiode wurde erwähnt. Den alten Daten zufolge sollte die Diskussion im Sommer 2021 enden, sie wurde jedoch auf das Ende desselben Jahres verschoben. Aufgrund der zeitlichen Änderungen in dieser Phase wurden auch die Enddaten für die Tests angepasst.
Es ist erwähnenswert, dass Google die Existenz der Privacy Sandbox-Methode bereits Anfang 2021 angekündigt hat. Experten sagen, dass aufgrund der Neuerungen völlig andere Methoden entwickelt werden müssen, um die Relevanz von Anzeigen zu verbessern. Es ist auch notwendig zu berücksichtigen, dass die von Webressourcen und Werbetreibenden erhaltenen Informationen minimiert werden müssen, indem ein wesentlicher Teil davon direkt auf dem Gerät gespeichert wird.
Mit Technologien wie der Topics API und FLEDGE engagiert sich Google aktiv gleichzeitig mit Innovationen in Targeting und Werbung. Diese können in einer “welt ohne Cookies” verwendet werden. Google will die sofortige Nutzung ermöglichen, sobald Chrome die Unterstützung für Cookies einstellt. Sie planen, das gewünschte Ergebnis bis Ende 2023 zu erreichen. Inzwischen sind auch Informationen aufgetaucht, dass Google eine eigene Version der Privacy Sandbox für Android erstellen möchte.